Serbische Damenmannschaft der Superliga aus Skorenovac (Vojvodina)- der ATC Dósza auf Einladung vom Europaabgeordneten Herr Daniel Caspary aus Karlsruhe – im Europarlament in Straßburg – zu Besuch.

Serbische Damenmannschaft der Superliga aus Skorenovac (Vojvodina)- der ATC Dósza auf Einladung vom Europaabgeordneten Herr Daniel Caspary aus Karlsruhe – im Europarlament in Straßburg – zu Besuch.

1 August 2007 0 Von Fufu

Die serbisch-ungarischen Gäste aus der Vojvodina verbrachten beim Tischtennisverein TTV Muckenschopf aus dem badischen Lichtenau 19 ereignisvolle Tage. Der gesamte Aufenthalt wurde vom gastgebenden Verein übernommen, da sonst ein Besuch der Gäste in Deutschland nicht möglich gewesen wäre. 
Ein hochkarätiges Rahmenprogramm und die sym-badische Gastfreundschaft lassen den Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis werden. 
Einer der Höhepunkte des Aufenthalts war sicher die kurzfristige Einladung des Europaabgeordneten Daniel Caspary aus Karlsruhe in das Europaparlament Straßburg. Dieser Kontakt kam durch das Vorstandsmitglied Wolfgang Braun zustande, der die Gruppe auch nach Straßburg führte.
Die gleichzeitig in Muckenschopf weilende Helena aus dem tschechischen Brünn, wurde zu diesem Besuch kurzerhand eingeladen.
Diese Gruppe verschiedener Nationen aus Ungarn, Serben, Tschechen und Deutschen war ein kleines Spiegelbild der europäischen Union.
Die Unerhaltung in der Gruppe glich dem babylonischen Sprachgewirr, weil nur ein Mix aus ungarisch, serbisch, englisch und deutsch eine Verständigung möglich machte.
Aufgrund der politischen Hintergründe, war es für die Gruppe ein Erlebnis, den großen Sitzungssaal im Europaparlament bei der Abstimmung zu erleben und gleichzeitig alles in eigener Sprache simultan übersetzt – über den Kopfhörer – mitzuverfolgen. 
Durch die persönliche Betreuung der beiden Mitarbeiter von Herrn Caspary und der anschließenden Diskussion mit ihm, wurde der Besuch zu einem einmaligen unvergesslichen Erlebnis.
Die bei diesem Besuch aufgenommenen europäischen Gedanken waren sehr wichtig für die junge Besuchergruppe, da aus persönlichen Gesprächen herauszuhören war, dass die persönliche Zukunft im Heimatland eher frustrierend und weniger hoffnungsvoll ist.
Dies wird alleine durch eine Aussage von einem der Mädchen beim Sparziergang – vor bei an einem deutschen Friedhof- bescheinigt: Selbst das Sterben ist hier schön!
Es bleibt noch viel zu tun, wenn alleine die Grenze in der man geboren ist entscheidet, wie die Zukunft aussieht.
Die Einladung an den ATC Dósza wollten wir auch als Dank an die Trainerin Maria Kovac verstanden wissen, da sie durch den Tischtennissport den Kindern einen Halt und Bindung in einer eher unsicheren Zukunft in ihrem Heimatort gibt.
Als Resümee können wir vom TTV Muckenschopf sagen, dass dies Kontakte mit dem ATC Dósza nicht nur zeitlicher und monetärer Aufwand sind, sondern vielmehr eine Bereicherung in Geist und Seele, die auch die sozialen und menschlichen Fertigkeiten unserer
Jugendlichen und Mitglieder bzw. die des ganzen kleinen Ortes Muckenschopf gestärkt haben.

Vorstand Albert Wahl